Entwicklung eines mobilen NMR-Kernscanner für das IODP

 

Die Kernspintomographie (Nuclear Magnetic Resonance, NMR) wird als gängige Methode in der Erdölindustrie angewendet, um die gesteinsphysikalischen Parameter Porosität und Permeabilität in-situ zu bestimmen. Auch im ODP/IODP wird inzwischen die Anwendung dieser Untersuchungsmethode angestrebt. Um eine schnelle und zerstörungsfreie Methode zur routinemäßigen Bestimmung der Porosität und zur Abschätzung der Permeabilität zu entwickeln, wurden in einem Partnerschaftsprojekt (BL 231/26-1/2) zwei verschiedene mobile NMR-Geräte, die NMR-MOUSEâ und der HALBACH Kernscanner, konstruiert.

  Graph bezüglich Bohrungen Urheberrecht: RWTH Aachen Elektrische Bilder der Bohrlochwand, die in den verschiedenen Bohrungen während Leg 204 aufgenommen wurden.

Wir prüfen die Anwendbarkeit beider NMR-Kernscanner an Bohrkernen, die im ODP/IODP gewonnen werden und kalibrieren die NMR-Daten mit weiteren geophysikalischen Messungen. Weitere Untersuchungen konzentrieren sich auf ODP Leg 204 (Gashydrate-Rücken), wo erstmalig im ODP NMR-Messungen mit der Logging-While-Drilling (LWD)–Methode durchgeführt wurden. Sämtliche Bohrungen und Logging-Operationen wurden erfolgreich durchgeführt und exzellente Kern-, wireline- und LWD-Daten von benachbarten Bohrungen gewonnen.

  Leute arbeiten an dem Halbach Kernscanner bei gutem Wetter Urheberrecht: RWTH Aachen Einsatz des Halbach Kernscanners an der RWTH-1 Bohrung, die zur geothermischen Nutzung auf dem Universitätsgelände 2004 abgeteuft wurde.

Auf diese Weise können NMR Kernscanner-Daten und NMR-Logging-Daten miteinander verglichen werden. Schließlich sollen die konventionellen wireline-Daten und elektrische Bilder von der Bohrlochwand (RAB/FMS) integriert werden, um die Formation hinsichtlich ihrer Lithologie, Petrophysik und Fließeigenschaften zu charakterisieren.

Das Projekt wird gefördert von der DFG-SPP IODP/ODP CL 121/16-1/-2)

Ansprechpartnerin

Name

Juliane Arnold