Erstellung statistisch abgesicherter thermischer und hydraulischer Gesteinseigenschaften für den flachen und tiefen Untergrund in Deutschland

 

Forschungsprojekt vom Institut für Applied Geophysics and Geothermal Energy, E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über den Projektträger für das Fördergebiet EEN (Erneuerbare Energien) des Forschungszentrums Jülich GmbH (FKZ 0327563).

Phase 1: FKZ 0329985 01.03.2005 – 31.10.2006
Arbeitsgebiet: Westliches Molassebecken
Download Abschlussbericht (82.2 MB) Part 01 Part 02 Part 03 Part 04 Part 05 Part 06 Part 07 Part 08 Part 09 Part 10 Part 11 Part 12 Part 13
Phase 2: FKZ 0327563 ab 01.09.2006
Arbeitsgebiet: Östliches Molassebecken, Niederrheinische Bucht, Rheinisches Schiefergebirge

Download Abschlussbericht (34 MB)

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Projektleiter: Prof. Dr. C. Clauser
Mitarbeiter: Dr. A. Koch (Ansprechpartner)
Dr. R. Jorand
A. Wolf
L. Ahrensmeyer
Kooperationspartner: Geophysica Beratungsgesellschaft mbH, Aachen

Eine breitere Erdwärmenutzung wird derzeit auch durch das Fehlen verlässlicher Daten der thermischen und hydraulischen Eigenschaften des Untergrundes behindert. Daher kann vor dem Abteufen einer Bohrung die zu erwartende Energieausbeute nur schwer abgeschätzt werden. Als Konsequenz sind geothermische Bohrungen häufig überdimensioniert ausgelegt und damit teurer als nötig.

In diesem Projekt werden gesteinsphysikalische Daten in Form einer statistisch repräsentativen Datenbasis erhoben, um die Aufsuchung und Nutzung geothermischer Energie zu erleichtern. Die Datenbasis wird Informationen zu den Gesteinseigenschaften enthalten, die den Transport von Wärme und Grundwasser im Untergrund bestimmen, also Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität sowie Porosität und Permeabilität. Zusätzlich erlauben mineralogische, chemische und geologische Informationen eine einheitliche Klassifizierung der Gesteine.

Die Datenbasis soll dazu beitragen, das Fündigkeitsrisiko für geothermische Projekte zu vermindern. Planern geothermischer Anlagen wird ein Hilfsmittel zur optimalen Auslegung ihres Projekts an die Hand gegeben. Die mineralogisch-geologische Klassifizierung der Daten erlaubt auch eine überregionale Verwendung der Ergebnisse.

Die laufende Studie (Laufzeit vom 01.09.2006 bis 31.08.2008) knüpft direkt an das Vorgängerprojekt an. Im abgeschlossenen Projekt (Laufzeit vom 01.03.2005 bis 30.10.2006) erfolgten Untersuchungen für das westliche Molassebecken und das nördlich angrenzende Süddeutsche Schichtstufenland. In der gegenwärtigen Projektphase werden die Arbeiten in den Regionen Niederrheinische Bucht/Rheinisches Schiefergebirge sowie Östliche Molasse fortgesetzt.

  Graph Urheberrecht: RWTH Aachen Abb. 1: Wärmeleitfähigkeit (oben) und Porosität (unten) für drei Hauptgesteinstypen am Beispiel von 270 Laborproben aus dem westlichen Molassebecken, dargestellt als Häufigkeitsverteilung (links) und in Form von Box-Whisker-Diagrammen (rechts).