EoCoE

 

Energie-orientiertes Center of Excellence EoCoE – Geothermie zur CO2-freien Energieversorgung

Dreidimensionales geologisches Untergrundmodell im Raum Geilenkirchen Urheberrecht: RWTH Aachen Entwurf des dreidimensionalen geologischen Untergrundmodells im Raum Geilenkirchen

EoCoE (Energy oriented Center of Excellence, gesprochen “ECO”; http://www.eocoe.eu) ist ein von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon 2020-Aufrufs „e-Infrastructures“ gefördertes Forschungsprojekt. Das Ziel des europäischen Forschungsnetzwerks ist es, Europas Führungsrolle im Hochleistungsrechnen zu stärken und den Übergang zu einer verlässlichen Energieversorgung mit geringem CO2-Verbrauch zu beschleunigen.

Das Institut für Angewandte Geophysik und Geothermische Energie beschäftigt sich mit dem Arbeitspaket „Water4Energy“, in dem wir Expertise im Bereich Geothermie bereitstellen. Es wird ein hochaufgelöstes dreidimensionales Wärmetransport- und Strömungs-Modell des Untergrundes in einem Teil der Niederrheinischen Bucht um die Stadt Geilenkirchen erstellt. Die numerischen Simulationen werden mit dem institutseigenen Programm SHEMAT-Suite durchgeführt, das parallelisiert und für die Berechnung großer Modelle und den Umgang mit stochastischen Reservoir-Eigenschaften ausgelegt ist. Damit sollen die natürliche Grundwasserströmung und der Wärmetransport sowie deren Unsicherheiten in Abhängigkeit stochastischer Variationen der Gesteinseigenschaften untersucht werden.

Im nächsten Schritt wird die optimale Auslegung geothermischer Anlagen für den neu geplanten Stadtteil Geilenkirchen-Neuteveren auf Basis eines realistischen Heiz- und Kühlbedarfs untersucht. Unsere Simulationen ermöglichen es, die verschiedenen Szenarien zur Wärme- und Energieversorgung des Stadtteils mit Geothermie zu testen (http://www.geilenkirchen.de/klimaschutz-und-energie-sparen/forschung-in-geilenkirchen/geothermieforschung-in-geilenkirchen). Diese Simulationsergebnisse werden eine Fallstudie für die Nutzung geothermischer Energie in Stadtteilen darstellen und können als Vorlage für Regionen mit ähnlichen geologischen, hydrogeologischen und geothermischen Gegebenheiten dienen und Handlungsempfehlungen für die Nutzung geothermischer Energie im zukünftigen Energiemix bieten.

Das Forschungsprojekt wird von 01.10.2015 bis 30.09.2018 durch die Europäische Union im Horizon 2020 Programm unter der Fördernummer 676629 gefördert.